Videotext im Fernsehen ist pixelig, textlastig, quietschig bunt? Na und? Das Textangebot im Fernsehen mit Programminformationen, News, Wetter, Fluginformationen und jeder Menge Klatsch und Tratsch und Werbung scheint ein Klassiker zu sein. Fernsehgeräte ohne Videotext kommen praktisch nur noch in der Billigst- und in der Miniklasse vor.
ARD-Digital definiert das so:
"Der Videotext ist ein Datendienst der parallel zum analogen Fernsehprogramm in der sogenannten "Austastlücke" übertragen wird. Mit Hilfe eines Videotextdecoders, der heute in nahezu jedem Fernsehgerät steckt, ist es möglich, Informationen, die von den Sendeanstalten ausgestrahlt werden, als sogenannte Videotexttafeln auf dem Bildschirm darzustellen. Der Videotext wird auch bei den digitalen Fernsehprogrammen übertragen."
Dennoch scheint es Anstrengungen zu geben, das Fernsehgerät via DSL so mit dem Internet zu verbinden, dass eine Art multimediales Internet mit einem speziellen CE-HTML-Browser und einem Standard MPEG4/H.264 Decoder entsteht. Das berichtet Magnus unter dem Titel Videotext reloaded auf dem Fernseher in Bezug auf die IFA 2008 (philips Net TV). Aber eine Schwalbe macht noch keine Sommer, so dass uns der gute alte Videotext sicher noch eine Weile erhalten bleibt. Denn gemeinsame Anstrengungen von Geräteherstellern und Anbietern zum Ablösen des Videotexts – der ja über das TV-Signal ohne weitere notwendige Technik den Zuschauer erreicht – sind nicht zu sehen. Das ist gut.
[yoonee]

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