
Wer häufig Videoaufnahmen mit einer internen DVB-S Karte oder mit Geräten wie z.B. dem TrekStor SatCorder neptun Full HD 1080i macht und diese auf Festplatten speichert, der wird nach dem ganzen Aufwand irgendwann die Frage nach einer Datensicherung stellen. Es gibt genügend Anbieter auf dem Markt, die Backup-Lösungen bieten. Nach einem praktischen Versuch stelle ich mir allerdings die Frage, ob dieser Aufwand wirklich lohnt.
Mein Videoarchiv ist 300 GB groß und liegt auf einer externen Festplatte. Diese habe ich für Testzwecke benötigt und wollte deshalb ein Image der Daten auf einem zweiten Datenträger ablegen. Um den iomega ScreenPlay TV Link zu testen, wollte ich ausgewählte Videoaufzeichnungen aus dem Image auf einer zweiten Festplatte wiederherstellen.
Technisch gesehen war das alles kein Problem – mit Acronis True Image Home das Image erstellt und dann daraus die gewünschten Filme auf die andere Festplatte wiederhergestellt. Aber die Rahmenbedingungen waren endlos: Aus 300GB wurden 268GB Image – kein Wunder, da die Videodateien selbst kaum noch komprimiert werden können. Trotz schnellster Netzwerkverbindung waren fast 7 Stunden nötig, um das Image zu erstellen. Wie viel Zeit das Programm für die Validierung gebraucht hat, weiß ich nicht – ich bin schlafen gegangen. Auch die Wiederherstellung der 13 Filme auf den USB-Datenträger dauert nahezu endlos – was bei 43 GB wiederherzustellenden Mediadaten auch nicht verwunderlich war.
Fazit: Ich werde diesen Aufwand nur noch bei selbst aufgenommenen Videos, bei einmaligen Filmereignissen oder bei ausgewählten naturwissenschaftlichen Sendungen treiben – kein anderer Film kann den hohen Zeit und Kraftaufwand rechtfertigen. Alternativ werde ich ein externes NAS-RAID-System von conceptronic mit gespiegelten Festplatten nutzen, das die Mediadaten über einen integrierten Media-Server im Netz bereitstellen kann.
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1 Comments
Fan
Oktober 6th, 2008 02:18 PM
Danke für den Tipp und die Erklärung… hat mir echt weitergeholfen …