
Bei meinen Beiträgen über Monitore stoße ich häufig auf Abkürzungen und Fachbegriffe – in Datenblättern, auf Werbeflyern. Bei einem Besuch im Elektronik-Fachmarkt fiel mir auf, dass viele Hersteller zur Abgrenzung von anderen Herstellern häufig auf Eigenschaften verweisen, deren Kenntnis bei Laien oft gar nicht vorhanden ist. Frage einen Verkäufer z.B. "Hier steht 1080i und dort 1080p – was ist der Unterschied?". Die Antwort darauf ist eigentlich so schwer nicht, die Kenntnis der Verkäufer darüber schon.
Also versuche ich mal selbst eine Antwort: Die bei beiden Angaben vorangestellte Zahl 1080 steht für die Zeilenanzahl des wiedergegeben Bildes. Das i steht dabei für Interlaced (Verflochten). Bei diesem Verfahren werden zeilenweise nur halbe Bilder gesendet, die erste, die dritte usw., dann folgt die nächste Hälfte mit der zweiten vierten usw. Zeile. Da das menschliche Auge träge ist, sieht es dennoch zwei Vollbilder, die eigentlich nicht da sind. So funktioniert auch das analoge Fernsehen – Bilder wirken vergleichsweise zu 1080p unschärfer, die Zeilen könnten flimmern. Das p steht für "Progressive" (Fortlaufend) oder auch Progressive Scan. Progressive Scan sagt aus, dass das übertragene Signal jede einzelne Zeile eines Bildes beinhaltet – also eine ganze Seite, ein Vollbild. Diese Bildübertragung, die bei HDTV die bessere Qualität erzeugt, wirken im Vergleich zu Interlaced-Halbbildübertragungen etwas schärfer und sollten auf einem guten Monitor frei von Zeilenflimmern sein.
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