
Wer warum welche Umfrage erstellt und warum wer zu welchem Ergebnis kommt, ist nicht immer nachvollziehbar. Das Ergebnis hängt nachweislich von der Fragestellung ab. Ich habe beim Lesen des Artikels auf Magnus mit dem Titel US-Konsumenten halten DVD die Treue ernsthaft darüber nachgedacht, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist.
Nach einer Studie des Marktforschers Nielsen steht die DVD bei den US-Amerikanern im Vergleich zu ihren Heimkino-Konkurrenten weiterhin hoch im Kurs. Durchschnittlich 23 Minuten am Tag verbringen US-Konsumenten mit dem Anschauen von DVDs. Festplattenrekorder kommen 15 Minuten täglich zum Einsatz. Weit abgeschlagen dahinter befinden sich Online-Videos, die lediglich 2,4 Minuten pro Tag rezipiert werden.
Nun gehe ich nicht davon aus, dass insgesamt im Durchschnitt nur 40,4 Minuten am Bildschirm konsumiert werden. Der überwiegende Teil wird also das Fernsehen direkt sein. Wie oft in den USA mittlerweile für Internetmuffel die Internet-Clips im Fernsehen gezeigt werden oder per Handy, geht daraus nicht auch hervor. So ist es mit Umfragen meistens – auf den ersten Blick eine klare Aussage, auf den zweiten Blick tausend weitere Fragen. Ich kann zwar nicht mit Zahlen aufwarten, aber bei mir kommt erst der Festplattenrecorder, dann das Life-Programm im Fernsehen, dann die Videoclips im Internet und abgeschlagen DVDs. Wie ist es bei Ihnen?
Foto © William Hook
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Michael
Mai 26th, 2009 03:56 AM
Bei Umfragen kommt es in der Tat immer auf die Fragestellung an. Wenn man nach DVD und seinen “Heimkino-Konkurrenten” fragt, dann wären die Konkurrenten neben einem Festplatten-System wie Caleidescape eigentlich nur die BluRay-Disc. Das Internet kann eigentlich nicht als Konkurrent gezählt werden, schon mangels Qualität.