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DLNA-Zertifizierte Geräte im Praxistest

DLNA-Zertifizierte Geräte im Praxistest

Ich beschäftige mich hier ja regelmäßig mit der Wiedergabe von digitalen Streams, vorzugsweise mit digitalen Aufzeichnungen von Fernsehsendungen bzw. Mitschnitten. Die liegen bei mir üblicherweise in einem zentralen Ordner im MPEG-Format. Das hängt damit zusammen, dass die Quelle eine DVB-S-Karte ist und die Aufzeichnungen in eben diesem Format erfolgen. Bisher habe ich diese Streams entweder über einen Freecom MediaPlayer oder eben einen Computer abgespielt. Nachteil der MPEG-Dateien ist die Größe – Je nach Sender kommen da schon mal Dateien bis 6GB zusammen, ohne dass das eigentlich für eine solide Qualität wirklich nötig ist.

Seit der LG Blu-ray Player BD390 bei mir steht, kommen immer neue Erkenntnisse hinzu. Der Player ist DLNA-zertifiziert, kann also nach einem definierten Standard vorgegebene Formate auch von Geräten anderer Hersteller abspielen. Erste Erfahrungen: Das Verfahren funktioniert – bei MP3-Musikdateien und JPEG-Bildern problemlos. Auch die DLNA-Unterstützung des LG NAS N2B1 spielt dem Player die Dateien hervorragend zu.

Im Detail funktioniert das Verfahren wie folgt. Ein spezieller Ordner auf meinem NAS (../service/DLNA) nimmt die Dateien auf – Unterverzeichnisse sind nicht zwingend nötig, aber hilfreich. Der Player findet den eingeschalteten Dienst im Netzwerk als DLNA-Server – so wie z.B. einen TVersity oder Windows Media Server auch. Beim Zugriff auf den DLNA-Server wird ja nach Auswahl eine Musikliste, eine Bilderliste oder eine Filmliste erstellt. Dabei werden die Informationen benutzt, die in den Dateien zu finden sind. Danach wird einfach ausgewählt und abgespielt. Das alles erfolgt ohne großen Aufwand und auf Knopfdruck mit der Fernbedienung. So muss das für den Heimbereich sein, finde ich.

Bei Videos scheint der Standard allerdings auf neuere Datei-Formate zu zielen: DivX/XviD, AVI, MKV, MPEG4 sind sowohl übers Netzwerk als auch über die USB-Schnittstelle verfügbar mit Vor/Rücklauf und Merkfunktion, d.h. die Wiedergabe erfolgt bei nochmaligem Start an der Stelle, an der die Wiedergabe unterbrochen wurde. MPEG2/VOB werden wiedergeben, aber mit eingeschränkter Funktionalität. Es ist wie immer: Wenn ein neuer Standard eingeführt wird, dann muss erst mal wieder alles auf den Prüfstand. Für mich war diese Entwicklung Anlass genug, mein Videoarchiv zu sichten, neu zu ordnen, aufzuräumen und das Aufhebenswerte in AVI-Dateien zu konvertieren. Erst diese neu codierten Filme kommen dann in den DLNA-Speicher – nicht alle. Aber dieses Thema ist einem anderen Beitrag vorbehalten.


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