
…, in München, als Werbung für die Zeitung "Dogs". Sie kennen Kalle Mops Köllsch nicht, den Sieger von "Deutschland sucht den Superdog"? Schade, Hund und Halterin gehörten noch zum Angenehmsten, was diese Vox-Sendung zu bieten hatte. Ich finde aber, dass Sie weder mit der Sendung noch mit der Zeitung etwas verpasst haben.
Die Grundidee der Sendung, aus einem casting von Mensch und Hund das für ein Fotoshooting und weitere Auftritte geeignetste Pärchen herauszusuchen, ging grad noch durch. Die meisten Pärchen der Sendung zeigten eindrucksvoll, warum ein Führerschein für Hundebesitz eine gute Idee wäre. Allerdings kommen mir bei diesem Gedanken selbst Zweifel, wenn dann Menschen wie die Jury oder die gezeigte Hundeschule über das Bestehen einer Prüfung entscheiden sollten.
Auch sonst wurden alle Klischees mit der Sendung bedient: Jeder Mensch sucht sich den Hund, der ihm im Grunde ähnlich ist. Ich meine damit nicht Pudel und Friseur: Dieses Pärchen war mein heimlicher Favorit. Aber ein Macho, der seinem Hund einen Teddy zum Aufreiten besorgt, damit er ruhig und entspannt wird, das war peinlich – wie vieles andere in der Sendung auch.
Und die Zeitung? Kalle Mops hat seinen Zweck erfüllt: Ich habe ein Exemplar gekauft. Hochglanz, schöne Fotos, aber Hunde eigentlich nur als Alibi für das Drumherum. Schade drum, Zeitschriften rund um den Hund, die schön aussehen, intelligent gemacht sind und auch fachlich auf hohem Niveau stehen, wären eigentlich nötig. Da Journalisten aber von ihren Texten leben müssen, wird das bei dem heute auf diesem Gebiet üblichen Preisdumping wohl ein Wunschtraum bleiben.
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