Der Schwindel mit stehenden oder bewegten Bildern ist so alt wie das Ablichten selbst. Nicht nur, dass schon die Art der Aufnahme eine gewünschte Aussage manipulieren kann, auch nachträgliche Bearbeitung kann die Aussage verfälschen. Interessanterweise tauchen Videobeweise ja auch immer dann auf, wenn es nützt (siehe sog. Kofferbomber) und sind verschwunden, wenn es einflussreichen Kreisen schaden würde.
Aber immerhin gibt es Bestrebungen, die Aufnahmen zumindest Fälschungssicher zu machen: Das neueste Kameraprogramm von Kappa mit über 170 Modellen bedient anspruchsvolle technische Standards und kombiniert sie mit einer Kappa Spezialität, der kamerainterne Signaturerzeugung! Jede Art von Bildmanipulation, ob im Sinne einer Bildoptimierung oder Bildfälschung, ist damit reproduzierbar und nachweisbar.
Die "Signierenden Kappa Kameras" lassen sich mit Megapixel-Auflösung, Echtzeit-Signalverarbeitung, 12 bis 30 Fps (Vollbild), Binning, Partial Scan, GigE- oder CameraLink-Schnittstelle uneingeschränkt als Standard-Industriekamera betreiben. Wählt man die Signaturfunktion an, werden zusätzlich fälschungssichere bilddaten erzeugt. Die komplette Signaturerzeugung findet direkt in der Kamera statt. Sie arbeitet nach dem 1024 Bit RSA-Signaturverfahren und der 512 Bit SHA Hashfunktion und erfüllt damit alle technischen Anforderungen des Gesetzgebers an "fortgeschrittene und qualifizierte Signaturen".
Bei aller Sympathie für diese Anstrengungen: Ich traue den Bildaufnahmen nie, egal, ob mit Kamera oder Film. Mit einem geeigneten Blickwinkel und dem entsprechenden Kommentar kann ja doch alles manipuliert werden – Sie müssten sich nur vorstellen, die Tür in der Abbildung wäre zu und die Beschreibung hieße: "Grausamer Hundehalter sperrt Hunde in zu engen Käfig". Wer glaubt mir dann noch, dass die beiden dort freiwillig schlafen gegangen sind?
[Foto: Jörg Schumacher]
[KAPPA opto-electronics GmbH]
COMMENTS
No Comments