
Videobearbeitung ist ohne Kenntnis wichtiger Grundbegriffe wie ein Urwald ohne Pfade. Solche Konstrukte wie die Begriffe Muxen oder Demuxen hören sich komplizierter an, als der dahinter stehende technische Vorgang. Ich versuche mal eine einfache Erklärung.
Bei der Aufnahme einer Sendung auf die Festplatte entstehen Mediendateien. Diese enthalten je nach gewähltem Aufnahmeformat mehr oder weniger Informationen. Eines ist aber gleich: Beim digitalen Fernesehen werden digitalisierte und komprimierte Video- und Audiodaten so ausgestrahlt, dass die Informationen beim Empfänger zusammenpassen. Video-, Audio- und andere Informationen sind synchronisiert. Die gespeicherte Mediendatei besteht also aus so genannten Streams, wobei jede einzelne Videospur als Stream gilt, ebenso wie jede verfügbare Tonspur und auch Untertitel.
Mit diesen wenigen Informationen sind die Begriffe Muxen und Demuxen schnell erklärt:
Das Trennen der Streams voneinander ist das Demultiplexen, im Fachjargon das Demuxen. Das Ergebnis sind mehr oder weniger viele einzelnen Dateien, je enthaltenen Streams und Einstellungen des Programms, mit dem das Demuxen erfolgt. Der Grund für das Demuxen ist die Tatsache, dass einzelne Streams leichter zu bearbeiten sind. Es gibt viele Programme für diesen Zweck, z.B. auch den Demultiplexer von Womble Multimedia.
Andererseits gibt es nur wenige Abspielprogramme, die als Einzeldateien vorliegende Streams für die Wiedergabe selbst zusammenführen können. Deshalb werden die einzelnen Streams beim Multiplexen wieder zusammengeführt und zu einer einzigen Datei mit mehreren Streams vereint. Das ist das Muxen.
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