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ProSiebenSat.1: Arbeitsplätze müssen vor Rendite gehen

ProSiebenSat.1: Arbeitsplätze müssen vor Rendite gehen

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die künftigen Besitzer der
ProSiebenSat.1 Media AG auf, keine Arbeitsplätze für mögliche Renditeziele zu opfern. Die Mehrheit an dem deutschen Fernsehkonzern wird wohl an eine Investorengruppe aus KKR und Permira verkauft. KKR und Permira besitzen bereits den europäischen TV-Konzern SBS Broadcasting mit Sitz in Amsterdam.

Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sagte dazu: "Bei der Übernahme von Medienunternehmen durch Finanzinvestoren besteht immer die Gefahr, dass Arbeitsplätze für die Gewinnmaximierung geopfert werden. … Wir fordern Permira und KKR auf, sich so bald wie möglich zu ihrer sozialen Verantwortung zu bekennen und einen Stellenabbau auszuschließen."

Konken weiter: "Die Gefahr, dass die beiden Konzerne zusammengelegt werden, um durch Synergieeffekte Kosten zu sparen, ist groß. Die Meinungsvielfalt auf dem europäischen Fernsehmarkt würde damit weiter eingeschränkt, Personaleinsparungen wären sehr wahrscheinlich. "Die neuen Eigentümer seien in der Verantwortung, die Bedeutung des Kulturguts Rundfunk zu achten.

Quelle: Deutscher Journalisten-Verband

Moralische Appelle werden da vermutlich wenig helfen: Wenn es um viel Geld geht, hören Moral und soziale Verantwortung nur zu oft auf. Warten wir ab, bis auch die digitalen Angebote in HDTV-Qualität nur noch mit bezahltem Abonnement verfügbar werden.


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