
Als DVB-T noch neu war und die Mehrzahl der Zuschauer noch mit der Röhre schaute, da war schien die Qualität des digitalen Fernsehens im Vergleich zum Gewohnten gut zu sein. Heutzutage stehen immer mehr hochqualitative digitale Fernsehgeräte im Wohnzimmer, dazu kommen neue Sehgewohnheiten durch direkte digitale Übertragungen von DVDs und Blu-rays auf HDTV-Monitore. Wer dann das "normale" Fernsehen jeden Tag via DVB-T ertragen muss, der merkt dann deutlich, wie schlecht die Qualität dieses auf MPEG2 basierten Standards ist. Und eines ist ebenfalls sicher: HDTV wird es über DVB-T nicht geben – der MPEG2-Standard gibt diese Qualität nicht her.
Aber immerhin gibt es für Deutschland ein Licht am Ende des Tunnels: Magnus Sat und Kabel vermeldet, dass das Institut für Rundfunktechnik über den Münchener Senderstandort Freimann die Weiterentwicklung des in Deutschland bisher üblichen terrestrischen Standards DVB-T. Das getestete, DVB-T2 genannte Verfahren ermöglicht ähnlich wie DVB-S2 für digitale Sattelitenübertragungen deutlich effizientere Signalkomprimierung und durch MPEG4-Codierung bis zu 40 Prozent mehr Programme auf einer Frequenz – oder eben (wie in anderen Ländern) terrestrisches HDTV.
Aber es ist eben nur ein Licht am Ende eines langen Tunnels – ob und wann das Verfahren flächendeckend eingesetzt wird, steht in den Sternen.
Wellington Tunnel, Foto© Shamih ( iZZo )
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